Einsatzzahlen 2023 der Gesamtfeuerwehr Gerstetten steigen um rund 61 Prozent zum Vorjahr.
Am Freitagabend hielt die Gesamtfeuerwehr der Gerstetter-Alb ihre alljährliche Jahreshauptversammlung 2024 ab.
Kommandant Alexander Jooß eröffnete die Hauptversammlung mit seinem Bericht, mit den Einsatzzahlen, dem Personalstand und den erledigten Anschaffungen und denen, die in der Zukunft auf dem Plan stehen. Natürlich gab es auch einen großen Dank an die Mannschaft, die das ganze Jahr über eine überragende Leistung erbracht hat und das Jahr 2023 so gut abgearbeitet hat. Auch bedankte sich Jooß bei der Gemeindeverwaltung und Bürgermeister Roland Polaschek für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seiner Feuerwehr.
Michael Bosch, Leiter der Jugendfeuerwehr, konnte Gutes berichten. Trotz starkem Personalabgang in der Jugendfeuerwehr konnte zum Jahresende ein Plus von 9 Jugendlichen verzeichnet werden. Somit steigt die Zahl der Jugendfeuerwehr auf stolze 104 Jugendliche (75 Jungen und 29 Mädchen), die in 5 Jugendgruppen ihren Dienst tun.
Bürgermeister Roland Polaschek eröffnete seine Rede mit den Worten: „Hilfe kennt viele Gesichter“. Feuerwehr bedeutet 24/7 einsatzbereit zu sein, um dem Bürger in Notlagen helfen zu können. Deshalb sprach er seinen Feuerwehrmännern und Frauen besonderen Dank und Anerkennung aus, denn es ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, ein Ehrenamt wie dieses auszuüben. Vertrösten musste er die Mannschaft aus Gerstetten mit der Rückstellung der Finanzierung des neuen Gerätehauses in Gerstetten, doch wenn alles gut läuft, hofft Polaschek auf einen Spatenstich im Frühjahr 2025. Auch im Digitalfunk ist die Umstellung in den Gerätehäusern am Laufen. Polaschek beendete seine Rede mit den Worten: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“.
Kreisbrandmeister Michael Zimmermann war froh, dass im Jahr 2023 das Pandemie geschehen der Vergangenheit angehörte und man den Blick nach vorne richten konnte. Doch „durchschnaufen wäre auch mal schön“. Denn kaum war das eine abgehandelt, musste man mit Blick in die Welt mit Entsetzen feststellen, dass es immer noch brodelt und durch Kriege und Naturkatastrophen das Sicherheitsgefühl der Gesellschaft leidet. Auch bei derzeitigen politischen Themen, die aktuell immer wieder aufflammen, muss die Feuerwehr Kante zeigen, denn die Feuerwehr ist ein bunter Ort und soll dies auch bleiben. Nachholbedarf gibt es auch noch beim Thema Katastrophenschutz. Der Ausbau des Sirenennetzes im Landkreis leidet auch unter nicht ausreichender finanzieller Unterstützung des Landes. Zum Schluss dankte Zimmermann seinen Kameraden und Kameradinnen der Feuerwehr Gerstetten sowie Roland Polaschek für gute Zusammenarbeit.
Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Heidenheim, Thomas Jooß blickte bei seiner Rede auch in die Welt. Ob der schon 2 Jahre anhaltende Krieg in der Ukraine, das Erdbeben in der Türkei und Syrien sowie der immer weiter eskalierende Krieg im Gazastreifen oder die immer mehr werdenden Naturkatastrophen. Die „Leidtragenden sind die Bürger“. Auch bei solchen Ereignissen steht die Feuerwehr mit den anderen Katastrophenschutzbehörden immer an vorderster Front, um dem Bürger in seiner Notlage helfen zu können. Stolz war er auch verkünden zu dürfen, dass der Kreisfeuerwehrverband Heidenheim dieses Jahr sein 75-jähriges Jubiläum feiern kann.
Beförderungen:
Löschmeister: Carlo Merlini, Christoph Schauber
Oberlöschmeister: Jürgen Junginger
Hauptlöschmeister: Tobias Melzer, Markus Witzig
Brandmeister: Lukas Woitsch
Ehrungen:
Ehrennadel der Kreisjugendfeuerwehr Heidenheim: Matthias Briem
Traditionsnadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg: Luca Bosch, Lisa Marie Ludewig, Felix Maier, Michael Metzger, Felix Nieß, Liv Sapper, Jonas Schäufele, Adriano Suppa, Jonathan Wachter
Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Heidenheim: Thomas Chodura
Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Heidenheim in Bronze: Christian Baur, Daniel Jäger, Bernd Koch, Tobias Zimmermann
Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Bronze für 15 Dienstjahre: Horst Berthold Filp, Tobias Hofherr, Maike Keck, Daniel Mack, Holger Seeßle, Sven Tröster,Lukas Woitsch
Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Silber für 25 Dienstjahre: Atilla Girgic
Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Gold für 40 Dienstjahre: Volker Frisch
(ph) Am vergangener Sonntag war bei der Gerstetter Feuerwehr Großkampftag angesagt:
700 Wanderer und Radfahrer trotzten der Hitze und machten sich am Sonntagvormittag auf den Weg nach Gerstetten.
Auf der 8 Kilometer langen Wanderstrecke ging es vorbei am Eglensee, durch das Gassental, vorbei am Gerstetter Greuth in Richtung Motocross-Strecke. Auf der Strecke gab es verschiedene Stationen, an denen die Kinder und Jugendlichen ihr Können und Geschick unter Beweis stellen mussten. Ein Verbindungsoffizier der Bundeswehr joggte die Strecke sogar in voller Montur in nur knapp 40 Minuten.
Die neue Radtour wurde mit großem Interesse angenommen. Knapp 150 Radler fuhren die 20 Kilometer Radrundfahrt Richtung Gussenstadt, Bräunisheim, Sontbergen. Am MSC Clubhaus gab es dann für alle Teilnehmer eine kleine Stärkung und kühle Getränke. Hierfür möchten wir uns noch vielmals beim MSC Gerstetten für die kurzfristig bereitgestellten Räumlichkeiten bedanken. Eine geführte, kürzere Wanderung durch Gerstetten stieß bei circa 30 Teilnehmern auf Interesse, darunter Kreisbrandmeister Michael Zimmermann, Gerstettens Bürgermeister Roland Polaschek, Bianca Kneer vom Dezernat Ordnung und Vorsorge am Landratsamt und Martin Högerl als Obmann der Altersabteilungen der Feuerwehren im Kreis. Der Höhepunkt bei der Tour war der Gerstetter Wasserturm. Hier konnte man eine grandiose Aussicht geniesen.
Ziel für alle war der Seeplatz am Gerätehaus der Feuerwehr. Hier fand dann für alle Teilnehmer und Besucher ein Familientag statt. Bei musikalischer Unterhaltung der Gerstetter Blechkannen konnte man hier noch den Nachmittag verweilen. Auf dem großen Aktionsfeld konnten Jung und Alt neben den Feuerwehrfahrzeugen der Gerstetter Feuerwehr auch die Spezialfahrzeuge von dem Unternehmen Abschleppdienst Butsch anschauen. Am Feuerlöschtrainer wurde der richtige Umgang mit dem Feuerlöscher geschult. Ein Highlight für die Kinder war die kurzfristig organisierte Feuerwehrhüpfburg. Hierfür ein ganz großes Dankeschön an die Firma Autohaus Butsch GmbH aus Herbrechtingen für das Sponsoring.
Nach den Ansprachen von Abteilungskommandant Tobias Zimmermann, Bürgermeister Roland Polaschek, SPD-Landtagsabgeordneter Andreas Stoch und Landrat Peter Polta, fand die Siegerehrung statt.
Als stärkste teilnehmende Einsatzabteilung wurde die Steinheimer Feuerwehr ausgezeichnet. Die stärkste Jugendfeuerwehr war die Gruppe aus Söhnstetten, die größte Jugendgruppe der Gemeinde Gerstetten die Jugendgruppe Dettingen, die stärkste Werkfeuerwehr kam von der Firma TDK. In der Wertung „Stärkster Verein der Gemeinde Gerstetten“ wurde das DRK Gerstetten gefeiert, die stärkste Feuerwehr aus einem anderen Landkreis kam aus Bernstadt. Die stärkste verbundene Organisation war das DRK Königsbronn/Ochsenberg, die Gruppe mit der weitesten Anreise war die Ortswehr Zernsdorf aus Königs Wusterhausen. Bei den Feuerwehrstationen, die die Jugendfeuerwehren entlang der Wanderroute zu absolvieren hatten, schnitt die Jugendfeuerwehr aus Heuchlingen am besten ab.
Die Organisatoren möchten sich noch mal bei allen Teilnehmern, Helfern und Sponsoren bedanken.
Im nächsten Jahr findet der Kreisfeuerwehrmarsch in Heidenheim statt. Hier ist jeder herzlich eingeladen.
Am Freitag, 21. März 2025 eröffnete Kommandant Alexander Jooß um 20:04 Uhr die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gerstetten im Saal des Feuerwehr Gerätehauses in Gerstetten.
Neben den Kameraden der Einsatz-Abteilungen, der Jugendfeuerwehr sowie der Alters- & Ehrenabteilung begrüßte Jooß die anwesenden Gäste.
Der Personalstand sei zufriedenstellend. Das Berichtsjahr wurde beendet mit 235 Aktiven, 96 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr sowie 83 Mitgliedern der Alters- & Ehrenabteilung.
Die Zahl der Einsätze ist mit 69 wieder auf dem Niveau von 2022 und früher, was im Wesentlichen auf die reduzierten technischen Hilfen zurückzuführen ist, welche im Vorjahr durch Starkregen verursacht wurden. Die Anzahl der Einsätze würde aber wieder wett gemacht durch deren Qualität. So gab es beispielsweise in Gerstetten einen Dachstuhlbrand zu bekämpfen sowie in Gussenstadt den Großbrand bei der Firma Holzzentrum Muttscheller. Das Sachgebiet „Einsatzvorbereitung“ wird sich in den kommenden Monaten mit der Vorbereitung auf derartige Szenarien kümmern, so dass beispielsweise die Wasserversorgung kritischer Objekte im Gemeindegebiet vorgeplant ist und im Einsatzfall nur noch umgesetzt werden müsse.
Der Ausbildungsstand der Mannschaft sei gut, jedoch braucht es eine noch größere Zahl an Atemschutzgeräteträgern, welche das Rückgrat einer Feuerwehr darstellen! Jooß appellierte an alle Kameraden die Übungsdienste zu besuchen, sich körperlich fit zu halten und die Einsatzbereitschaft als Atemschutzgeräteträger durch die Absolvierung der ärztlichen Untersuchung G26/3 und der jährlich fälligen Belastungsübung nachzugehen.
Jugendfeuerwehr bekommt Löschfahrzeug
Jugendwart Michael Bosch berichtete aus den Highlights des vergangenen Jahres, welche die Jugendgruppen in deren Übungen, Zeltlagern und Ausflügen erleben durften.
Für den Betrieb der 5 Jugendgruppen stehen 37 Betreuer parat, welche neben dem aktiven Einsatzdienst wöchentlich oder 14-tägig die Jugendfeuerwehr betreiben – und dann auch noch teilweise Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal besuchen! Die Jugendfeuerwehr besteht aktuell aus 96 Mädchen und Jungen.
In seinem Jahresrückblick berichtete Bosch ebenfalls von der Übergabe des Gussenstadter LF 8/6, welches Bürgermeister Roland Polaschek an der Hauptversammlung der Jugendfeuerwehr symbolisch an die Jugendfeuerwehr als „eigenes Löschfahrzeug“ übergab. Es gibt nicht viele Kommunen, welche dem Nachwuchs ein solches Geschenk machen, umso mehr sei er sprachlos und es erfülle ihn mit Stolz, dass es „ausgerechnet“ die Gerstetter treffe!
Altersabteilung ist viel Unterwegs
Wilhelm Banzhaf berichtete über ein abwechslungsreiches Jahresprogramm der Alters- & Ehrenabteilung, welches bunt durchmischt war. Vom gemeinsamen Singen, Wandern über Vorträge bis zu gemeinsamer Einkehr in die Gastronomien der Umgebung ist für jeden etwas dabei. Weiterhin sehe sich die Gruppe gefordert hinsichtlich der Kontaktpflege der Feuerwehr-Senioren.
Letzte Hauptversammlung für Bürgermeister Roland Polaschek
Bürgermeister Roland Polaschek war sichtlich gerührt in seinem Grußwort, war es doch die letzte Hauptversammlung der Feuerwehr, bei welcher er in diesem Amt anwesend war. Die Einsatzbereitschaft an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr, welche die Feuerwehr beispiellos an den Tag lege, ringe ihm immer wieder größte Anerkennung und Achtung ab. Er sei stolz, dass er die Kameraden stets im Rahmen des Möglichen unterstützen konnte, sei es in Punkto Ausbildung, Ausrüstung oder Unterkunft. Als eine der letzten Amtshandlungen als Bürgermeister konnte er für die Feuerwehr der am vergangenen Montag das LF 10 für die Abteilung Gussenstadt mit abholen. Damit schließe sich für ihn ein Kreis, war doch die erste Fahrzeugbeschaffung im Amt das LF 8/6 für die Abteilung Gussenstadt. Weniger erfreulich sei indes die Preisentwicklung gewesen. Damals hat das LF 8/6 noch 280.000 DM gekostet, heuer seien es 423.000 EUR. Die Entwicklung sei ebenfalls zutreffend auf für den anstehenden Ersatz des SW 2000 in Gerstetten. Die Ausschreibung hat ergeben, dass dieses Fahrzeug die Gemeinde voraussichtlich 505.000 EUR kosten wird. „Da musste ich schon schlucken, als ich das gelesen habe!“, so Polaschek. Nichtsdestotrotz wird er in seiner letzten Sitzung als Bürgermeister am 29. April 2025 dem Gemeinderat die Beschaffung dieses Fahrzeuges empfehlen!
Verabschiedung
Nachdem sich Bürgermeister Polaschek gesetzt hatte und Kommandant Alexander Jooß wieder ans Rednerpult trat, musste Polaschek aber nochmals nach vorn. Die Feuerwehr möchte ihn „nicht einfach so ziehen lassen“. Im Archiv der Schriftführer fand sich ein Protokoll des Feuerwehr-Gesamtausschusses vom 29.03.1994. Unter dem Tagesordnungspunkt 12 findet sich eine Aussage des damals frisch gewählten Bürgermeisters Polaschek, dass die Feuerwehr für ihn einen hohen Stellenwert habe und er stets gesprächsbereit und ein fairer Partner für die Feuerwehr sein werde“. „Polaschek habe Wort gehalten“, so Jooß. In seiner Amtszeit hat er insgesamt 13 von 15 Fahrzeugen der Feuerwehr Gerstetten beschafft nebst Einsatzkleidung, Anzüge, Tagesdienstkleidung, und vielen anderen Ausrüstungsgegenständen. Auch wenn der Haushalt mal knapp gewesen sei, habe die Feuerwehr immer auf ihn zählen können und wurde mit neuester Technik ausgestattet. Als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung erhielt Polaschek zwei gerahmte, großformatige Fotos. Abgelichtet wurden als Gruppenbild alle Kameraden, mit denen Polaschek in seiner Amtszeit zu tun hatte als Kommandanten & Stellvertreter, Abteilungskommandanten und deren Stellvertreter, Jugendwarte, sowie dem Feuerwehr-Gesamtausschuss. Ein zweites Bild zeigte alle Fahrzeuge, die Polaschek beschafft hatte. Als Polaschek die Geschenke entgegennahm, erhoben sich alle Kameraden mit lang anhaltendem Applaus.
Neues aus dem Landkreis und der Welt
Kreisbrandmeister Michael Zimmermann berichtete von den Änderungen bei der Feuerwehr-Förderung. Die einzelnen Projekte werden seit Jahresbeginn vom Land höher gefördert, was bei gleichbleibenden Finanzmitteln aber zwangsläufig dazu führe, dass nicht mehr alle Maßnahmen berücksichtigt werden können. Für den Neubau der Wache Gerstetten sei dies aber unzutreffend. Nicht, weil er selbst ein Gerstetter sei, sondern weil Baumaßnahmen im Landkreis bei ihm oberste Priorität haben. Es sei ein bedeutendes Projekt, wenn nicht gar das wichtigste Projekt im laufenden Jahr im Landkreis!
Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Heidenheim, Hans-Frieder Eberhardt, war in seinem Grußwort sorgenvoll. Die Geschicke um uns herum auf der ganzen Welt, führen zu sorgenvollen Gesichtern. Diese massiven Veränderungen bringen aber auch neue Chancen mit sich, die man nutzen müsse. Die 500 Mio € Sondervermögen, von denen 100 Mio € an die Länder fließen sollen, lassen die Hoffnung zu, dass der Zivil- & Bevölkerungsschutz wieder mehr finanzielle Unterstützung bekommen wird. Die föderalen Strukturen indes lassen eine deutschlandweite einheitliche Umsetzung nicht erhoffen.
Ehrungen und Lehrgänge
Das Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Bronze (für 15 Dienstjahre) erhielten:
Tobias Auer, Michael Bosch, Max Hartmann, Daniel Hollmann, Benjamin Jooß, Manuel Jooß, Simon Junginger, Alexander Köpf, Alexander Ruoff, Mirko Stollenwerk, Katja Tschierschke, Jakob Willer und Tobias Wörner
Das Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Silber (für 25 Dienstjahre) erhielten:
Matthias Briem, Sven Kleiner, Wolfgang Pflanz, Tobias Schädler
Das Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Gold (für 40 Dienstjahre) erhielten:
Abbas Günes, Bernd Jooß, Helmut Kälbling
Folgende Lehrgänge wurden an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal absolviert:
Für Freitag, den 24. Feb. 2023, lud Alexander Jooß zu seiner ersten Hauptversammlung als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gerstetten ein. Leider konnte er die Versammlung wegen Krankheit nicht selbst führen, weshalb sein Stellvertreter Marc Zimmermann die Sitzung leitete. Begrüßen konnte er im Saal der Feuerwache Gerstetten die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Dauner, Vertreter des Gemeinderates, den Leiter des Polizeipostens Gerstetten, Vertretern des DRK der Ortsgruppe Gerstetten, den Kreisbrandmeister Michael Zimmermann sowie den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Thomas Joos.
Bericht des Kommandanten
Die Personalstatistik zeigt in allen Bereichen ein Wachstum. Die Einsatzabteilung konnte trotz Austritten und Übertritten in die Altersabteilung einen Zuwachs um 17 Kameraden auf nunmehr 234 Mitglieder verzeichnen. Die Jugendgruppen konnten insgesamt um vier Mitglieder zulegen und stellen damit wie schon die letzten Jahre die mit Abstand größte Jugendfeuerwehr im Landkreis. Auch die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung haben ein Plus von vier Kameraden verzeichnet.
Die Einsätze sind gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Insgesamt wurde die Wehr zu 70 Einsätzen gerufen. Das Spektrum ging über Zimmerbrände, Verkehrsunfälle, vollgelaufene Keller, Türöffnungen für Menschen in medizinischer Notlage (Amtshilfe für die Polizei), aber auch einen Absturz eines Kleinflugzeuges bei Altheim, bei dem zwei Menschen ihr Leben verloren haben. Einsätze wie Flächenbrände oder Brände landwirtschaftlicher Maschinen seien dabei herausfordernd gewesen, da die Einsatzstellen fernab eines Hydrantennetzes zur Löschwasserversorgung gewesen sind.
Kritisch zu betrachten ist nach wie vor die Tagesverfügbarkeit. Die Zeit, in der die wenigsten Einsatzkräfte am Ort sind, da sie deren Arbeitslatz nicht am Ort oder im Gemeindegebiet haben, weist mit Abstand das größte Einsatzaufkommen auf. Dieser Trend hält seit Jahren an und man hoffe dem entgegentreten zu können und Bürgerinnen und Bürger, die ihren Arbeitsplatz innerhalb der Gemeinde haben, für die Feuerwehr begeistern zu können.
Erfreulich sei, dass die Abteilung Gussenstadt deren LF 8/6 durch ein modernes LF 10 ausschreiben konnte. Den Zuschlag erhielt dabei die Fa. Ziegler aus Giengen an der Brenz. Sie hatte als einziges ein Angebot abgegeben.
Die Gesamtwehr und insbesondere die Abteilung Gerstetten arbeiteten zusammen mit den Architekten und der Gemeindeverwaltung an dem Neubau der Feuerwache am Ortsausgang von Gerstetten in Richtung Heidenheim. Dort wird aktuell bereits an der neuen Unterkunft für den Rettungsdienst mit deren Rettungswagen sowie dem Polizeiposten Gerstetten gebaut. Ziel für die Feuerwache sei es, die Zuschüsse Anfang 2024 zu beantragen.
Zimmermann schloss seinen Bericht mit dem Dank an all jene, welche die Feuerwehr unterstützen und stets eine gute und gesunde Heimkehr aus Übung und Einsatz.
Bericht des Jugendwart
An Tobias Melzer, stellvertretender Jugendwart, war es, den ebenfalls krank zuhause gebliebenen Michael Bosch zu vertreten. In seinem Bericht führte er durch die Highlights der durchgeführten Veranstaltungen aller Jugendgruppen. Hier ging es von LAN-Partys über Wasserrutschen zusammen mit dem DLRG Ortsgruppe Gerstetten, einem Kasino-Abend, der Abnahme der Jugendflamme (eine Leistungsprüfung der Jugendlichen), 24h-Dienste bis hin zur Hauptübung, welche in Dettingen stattgefunden hatte. Dort galt es einen Brand im Schulgebäude sowie einem Verkehrsunfall auf dem Vorplatz der Lindenhalle zu bewältigen. Zahlreiche Zuschauer fanden sich hierbei ein, um die Leistungen des Feuerwehrnachwuchses Tribut zu zollen. Zurecht kann man auf diese Jugendfeuerwehr stolz sein – und das sind wir auch!
Bericht Alters- & Ehrenabteilung
Wilhelm Banzhaf berichtete über die Aktivitäten der Alters- und Ehrenabteilung, welche sich auf die Kameradschaftspflege konzentriete. Die Veranstaltungen seien gut besucht, es könnten aber gerne noch mehr sein, so Banzhaf.
Dass die Feuerwehr-Veteranen doch recht jung geblieben sind, zeigen die Kameraden gerne. Jüngst wurde zur schnelleren Kommunikation, beispielsweise Absagen von Wanderungen bei schlecht Wetter, kurzerhand eine WhatsApp-Gruppe gegründet, worüber sich alle untereinander auf dem Laufenden halten können.
Wahlen
Die reguläre Amtszeit eines Kommandanten, bzw. Stellvertreters, beläuft sich auf fünf Jahre. Da Marc Zimmermann 2018 zum stellvertretenden Kommandanten gewählt wurde, stand heuer die Wahl zu diesem Amt an. Mit einem ausgezeichneten Votum wurde Zimmermann für weitere fünf Jahre wiedergewählt.
Ehrungen
Aufgrund von Leistungen und Dienstjahren wurden einige Kameraden geehrt.
Das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbanden Heidenheim in Bronze erhielt Hans-Jürgen Stängle.
Für 15 Jahre Feuerwehrdienst erhielten das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Bronze Kai Grotz, Patrick Heinzmann, Peter Haible sowie Tobias Melzer.
Für 25 Jahre Feuerwehrdienst wurde Michael Zimmermann das Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Silber verliehen.
Satte 40 Dienstjahre weisen die Kameraden Gerhard Mack und Jörg Zimmermann auf, wofür sie mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen Baden-Württemberg in Gold ausgezeichnet wurden.
Personal
Für die Präsentation der Personalveränderungen musste wegen den Übertritten aus der Jugendfeuerwehr sowie Neueintritten eine eigene Folie gezeigt werden, da der Platz auf einer nicht ausgereicht hatte.
Aus der Jugendfeuerwehr wurden in den aktiven Einsatzdienstdienst übernommen: Julian Baldauf, Noyan Güder, Theo Ketterle, Marika Knaut, Lucy Mai Ströhle, Joram Zimmermann.
Neueintritte in die Wehr sind: Martin Bückle, Fabian Clement, Manuel Dauner, Emilie Deissenrieder, Merle Deissenrieder, Elisa Hagstotz, Florian Hahn, Jens Hellmich, Danja Jooß, Selina Kohn, Leonhard Köpf, Natalie Kraus, Tobias Kugler, Cedric Leuschner, Lia Lindner, Jonas Prem, Maximilian Sannwald, Elias Vogel, Patrick Vogel, Jan Zimmermann.
Nicht mehr zum Berichtjahr zählend, da nach dem 31. Dezember 2022, aber nicht weniger wichtig in 2023, sind die Neueintritte von: Benedikt Mack, Dominic Muschitz, Petra Werder, Max Wöhrle.
Aus der Einsatzabteilung sind in die Alters- und Ehrenabteilung gewechselt: Herbert Bosch, Martin Karle, Jürgen Mack, Hans Jürgen Schwäble.
Aus dem Feuerwehrdienst entlassen oder ausgetreten sind: Nils Fynn Bergmann, Alper Dogan, Larissa Kraus, Daniel Rapp, Kay Robin Schlatterer, Niklas Thiel, Sina Walther.
Peter Maier wurde zum Hauptlöschmeister befördert, Alexander Jooß zum Brandmeister.
Grußworte
In ihrem Grußwort zeigte sich die stellvertretene Bürgermeisterin Elisabeth Dauner dankbar gegenüber den Angehörigen der Feuerwehr für deren Dienst an der Allgemeinheit. Zeiten wie diese, überschattet durch den Krieg in der Ukraine, einer gesellschaftlich schwindenden Bereitschaft dem Nächsten zu helfen, sei es wichtiger denn je, hier aus politischer Sicht der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates die Kameraden der Feuerwehr nach Kräften zu unterstützen. Zu bemängeln sei leider das seit Jahren ausstehende Fahrzeug des Katastrophenschutzes, der Schlauchwagen, welches der Bund nun zurückgezogen habe.
Ebenfalls an die Politik appellierend wandte sich Michael Zimmermann in seinem Grußwort als Kreisbrandmeister an die Versammlung. Die Gewalt gegen Einsatzkräfte sei nun leider auch im Landkreis Heidenheim angekommen. Dafür habe er in keinster Weise Verständnis und fordert hier ein klares Signal und Durchgreifen der Politik. Die Feuerwehren haben mit den Aufgaben der Brandabwehr, technischen Hilfeleistung, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz gerade genug zu tun, als dass es Übergriffe auf die hilfeleistenden Personen auch noch brauche.
Sonstiges
Zur Stärkung des Führungsstabes des Landkreises Heidenheim wurden aus der Feuerwehr Gerstetten in den Stab berufen: Wolfgang Chodura, Bernd Jooß, Jan Simon Kupferschmid, Marc Zimmermann, Tobias Zimmermann.
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