Was ist Feuerwehr?

Das ist Feuerwehr

Eine wesentliche Stütze des Feuerwehrwesens bilden die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren, die traditionsgemäß und dem Namen entsprechend freiwillig, ehrenamtlich und ohne Entgelt die Aufgaben der Feuerwehr in den 1.108 Gemeindefeuerwehren des Landes wahrnehmen. Zu diesen Freiwilligen Feuerwehren kommen noch in Ballungsräumen Berufsfeuerwehren.

Die Freiwilligen Feuerwehren haben sich seit ihrer Gründung immer als eine bürgerschaftliche Selbsthilfeeinrichtung verstanden, die gemeinnützig handelt und der Nächstenhilfe dient. Dieses Selbstverständnis der Feuerwehren fand auch in den verschiedenen Brandschutz- oder Feuerwehrgesetzen der Bundesländer, so auch im Feuerwehrgesetz für Baden-Württemberg, seinen Eingang.

Die Bezeichnung “Feuerwehr” ist übrigens rechtlich geschützt und darf nur von den Gemeindefeuerwehren (Freiwillige und Berufsfeuerwehren) und Betriebsfeuerwehren geführt werden.

Träger

Jede Gemeinde des Landes hat aufgrund des Feuerwehrgesetzes auf ihre Kosten u. a. eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr mit einem geordneten Lösch- und Rettungsdienst aufzustellen, auszurüsten und zu unterhalten.

Die Gemeindefeuerwehr selbst ist eine Einrichtung der Gemeinde ohne eigene Rechtspersönlichkeit und damit ein Teil der Gemeindeverwaltung. Gleichwohl kann sich die Gemeindefeuerwehr großenteils selbst verwalten. Dieses Recht auf teilweise Selbstverwaltung umfaßt u. a. die Wahl des Feuerwehrkommandanten, die Wahl der Ausschüsse und die Ermächtigung, Sondervermögen zu bilden.

Mitglieder

Die Zahl der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren ist leider leicht rückläufig.

So waren im Jahre 2003 in Baden-Württemberg 107.800 Feuerwehrangehörige ehrenamtlich tätig. Im Hinblick auf die Bedeutung der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen wird zunehmend darüber diskutiert, in welchem Umfang die Ehrenamtlichkeit bzw. die Bereitschaft, sich den Aufgaben der Feuerwehr freiwillig zu widmen, in Zukunft erhalten bleiben kann.

Die Diskussion gewinnt in Anbetracht der Tatsache an Bedeutung, daß ein kaum spürbarer, aber kontinuierlicher Schwund an Mitgliedern feststellbar ist.
So ging in der Bundesrepublik Deutschland die Zahl der aktiven Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren im Zeitraum 1991 bis 2002 von 1.162.751 um 104.845 auf 1.057.906, d. h. um 9,02 % zurück, wobei die Zahl der Einsätze im gleichen Zeitraum von 870.559 um 361.283 auf 1.231.842 (Zunahme um 41,5 %) stieg.

Für den Rückgang der Mitgliederzahlen spielen u. a. indirekte Probleme bei der Freistellung durch den Arbeitgeber, das große Freizeitangebot, die Mobilität der Bürger, die Beschäftigungslage auf dem Arbeitsmarkt und die finanzielle Situation der Gemeinden eine bedeutende Rolle.

Was viele nicht wissen

Jeder kann Mitglied in der Feuerwehr werden. Es spielt dabei keine Rolle ob ein Migrationshintergrund vorliegt oder nicht, ob jemand einen technischen Beruf hat oder nicht.

Wer sich interessiert kann sich bei der Gemeinde melden, bei den Amtsträgern der Feuerwehr oder direkt an einem Dienst erscheinen. Die Termine werden im Gerstetter Albboten sowie auf dieser Webseite veröffentlicht.

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